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mordheim war und bleibt das Thema für einen Geländeliebhaber. Diese Ruinen haben etwas an sich was uns magisch anzieht, kein Bauernhaus oder Wachturm kann das ersetzen. Gut, ich spreche natürlich für sich, es gibt sicher Menschen, bei denen Elfentürme das Höchste der Gefühle erzeugen oder riesige Burgen in ihrer Größe und Pracht. Ist ja auch gut so. Es gibt ein paar Bilder von Gondor, die ich ebenso als atemberaubend empfinde. Jedoch. Ich mag nun mal Ruinen am liebsten, philosophisch betrachtet erinnern sie uns an die Vergänglichkeit des Seins. Nicht dass ich sie aus diesem Grund baue bzw. sammle...
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Es gibt allerdings noch einen weiteren Aspekt der Ruinenbau der sehr dafür spricht. Ruinen sind leicht zu bauen, man kann fast alles verwenden was sonst im Mülleimer landet, man braucht nicht unbedingt genau zu sein und die Ergebnisse sehen meistens gut und authentisch aus. Man kann nichts falsch machen, eine Ruine ist eben eine Ruine, mal sieht sie so aus, mal nicht mehr so. Anders als bei Bauernhäusern, die schön quadratisch sind. Auch besonders gut bemalt müssen Ruinen nicht sein, es wäre sogar falsch sie schön und nach allen Regeln der Malkunst mit Farbe zu versehen. Das würde sie unglaubwürdig und steril erscheinen lassen. Also pinselt man drauf was das Zeug hält und mit jedem Strich verwandelt sich ein Haufen Schrott immer mehr in etwas gut aussehendes, einzigartiges und unter Umständen sogar geheimnissvolles.
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Dieses Stück hier habe ich komplett selbst gebaut. Drei volle Tage, ca.40 Stunden Arbeitszeit gingen drauf. Es war glaube ich im Jahre des Herrn 2001 und zwar im Sommer. Meine Familie war bei den Grosseltern und ich hatte einige Tage nur für mich frei bekommen. Ich war damals auf einem ziemlichen mordheim-Trip, schlief mit dem mordheim-Buch unter dem Kissen, bemalte alle mögliche Banden und träumte von Ruinen, Morsstein und einer Karriere als Anführer der Hexenjäger. Mag sein, dass mordheim-Regeln nicht unbedingt so der Knaller sind, aber eins steht für mich fest, dieses Spiel hat einen den besten Spielhintergründe des gesamten Tabletops, der einem Spieler eine unendliche Menge an Inspiration und Motivation bietet.
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Das Herzstück der Ruine ist der Turm, den ich einem alten Spiel "Claymore Saga" entnommen habe. Der Turm steht auf einem Hügel, der Rest ist Karton, Balsaholz und Unmenge an Bitz. Auf dem ersten Bild, wo die Ruine noch unbemalt ist, sieht man noch einen größeren Turm, der wurde im Laufe des Projektes gestrichen und ist mittlerweile Teil eines anderen Projektes, das hier auch präsentiert wird. Eigentliche Bemalung ging wirklich schnell (5-6 Stunden), ich verwendete einen sehr grossen Pinsel (ca.8mm breit) für die Gebäuden und einen etwas kleineren (ca. 5mm breit) für den Kleinkram. Also nichts "Fine Detail Brush", damit wäre ich bis heute nicht fertig geworden. Manchmal ist weniger doch nicht mehr, sondern einfach nur weniger :-).
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