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witchhunter.net -> gallery -> space orks -> waaaghbike
Es war einmal ein kleiner Ork...

Es gab da einmal einen kleinen Space Ork. Er war wirklich klein. Und aus Plastik noch dazu. Es gibt nichts schlimmeres für einen Space Ork, als klein und aus Plastik zu sein. Niemand mag solche Typen, sie werden verachtet und ausgelacht, man schmeisst sie weg und tauscht gegen die größeren Exemplare oder bemalt nur ganz schlecht oder bemalt sie nicht einmal (was für ein Schreck!). Es gibt natürlich ein paar glücklichere Klein-Space-Orks-Typen, die es geschafft haben von Eavy Metal bemalt zu werden , und leben jetzt in Schmaus und Braus in den GW Vitrinen. Aber es sind wirklich wenige und die zählen nicht. Aber alle anderen, die zählen. Und ihre Existenz im WH40K Universum ist also äusserst erbärmlich gestaltet.

Und die unseres Klein-Orks sowieso. Was die Ursache solch eines Desasters angeht, so wissen wir einfach nicht wie es zustande kommt. Vielleicht war die Spore, die für seine Geburt verantwortlich war, der Wirkung der Radiation oder eines anderen Übels ausgesetzt worden, vielleicht aber einfach war es von Gork oder sogar Mork höchstpersönlich bestimmt, dass es neben den ganzen Grimgorks, Razgors und Ghazghkulls auch kleinere bescheidenere Orks gibt. Und so gibt es sie auch.

Und das beste an der Geschichte ist, diese grüne Jungs, bzw. Jungz haben komischerweise eine seltsame Vorliebe zum Fahren mit Autos, Bikes, Buggies, und anderen wundersamen mechanisierten Kreationen des orkischen Geistes. Warum, fragt Ihr. Das weiss ich doch nicht, aber das ist eine Tatsache. Vielleicht liegt es daran , dass Space Orks Fahrzeuge solch kleine Fahrerplätze haben ? Und größere Zeitgenossen da einfach nicht reinpassen ? Möglich wäre es. Wieso, frage ich mich dann, hat unser Lieblingsminiaturenhersteller nicht größere gemacht ? Die Wege des Herrn....

Na gut, die Geschichte geht weiter. Eines Tages also traf ich unseren Klein-Ork. Mein Gott, hat er schlimm ausgesehen. In einen Gussrahmen verpackt, mit einem dümmlichen Gesicht und Plastikaugen, die, wenn man sie länger anschaute, förmlich darum geschrieen hatten, beachtet, geliebt und vor allem bemalt zu werden. Ich hatte Mitleid mit ihm, ich warf ihn nicht weg, obwohl ich es ursprünglich vorhatte. Ich dachte an all die Samariter dieser Welt die überall den anderen helfen und sagte mir, jetzt bist du gefragt, jetzt musst du auch was gutes tun , also steh auf und kämpfe. Ich stand auf. Es war Spätnachmittag. Und äusserst friedlich. Sonne, leichter Wind, kleine Kinder im Garten. Es war niemand da den ich bekämpfen könnte. Ich blieb stehen. Auch gab es nichts wofür ich kämpfen sollte.

Diese Feststellung war ein wenig enttäuschend aber nicht zu sehr. Schön, sprach meine innere Stimme, dann bemale eben diese armselige Kreatur und zwar an der Stelle. Hmm, antwortete ich , ich würde aber lieber irgendwas bekämpfen und für die Gerechtigkeit sorgen. Quatsch, antwortete die Stimme, du bist nicht Mutter Theresa und Che Gevara bist Du auch nicht also hör auf mit dem Unsinn und mach etwas was du kannst, also bemal diesen kleinen Grünling. Ich gab auf. Ich nahm Pinseln, öffnete die Farben und begann zu malen. Deutschland Radio Berlin erzählte von fernen Ländern, wo Menschen stundenlang laufen müssen um an eine Wasserquelle zu kommen. Irgendwo in Afrika. Ich wurde durstig. Ich schaute mit das Glas mit Wasser an, in dem ich meine Pinseln abwusch und dachte , dass es bei diesem Afrika-Hintergrund wohl eine ziemliche Wasser-Verschwendung ist. Dann vergaß ich es. Es war nicht wichtig. Alles was in diesem Moment von Bedeutung war, war dieses kleine Plastikding auf meinem Tisch.

Nach einer Stunde war ich fertig. Das Ding ist nicht viel schöner geworden, aber es schien zufrieden zu sein und als ich dem armen Wesen noch ein Bike zur Verfügung stellte, so wurde es ganz glücklich. Es strahlte Entschlossenheit und Selbstvertrauen aus. Ich war ebenso zufrieden , ich habe meinen Beitrag geleistet, diese Welt ist ein kleines Stück farbiger geworden. Es war ein gutes Gefühl.

Und so endet diese Geschichte. Eine ziemlich seltsame, gebe ich zu, aber es gibt dadraussen so viele tagtägliche und realistische Geschichten, dass ich mal zur Abwechslung diese da aufgezeichnet habe. Urteilt bitte nicht zu hart über mich.

Auf immer und ewig Eurer witchhunter...





hersteller:
games workshop
designer:
alan & michael perry
code:
0103005
original name:
ork war bike

umbau:
witchhunter
bemalung:
witchhunter
bemaldatum:
Sept. 2002

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